Vereins-Chronik

Die Pflichtfeuerwehren um 1860 hatten bei Ausbruch von Bränden ihren Dienst zu leisten. Dies geschah aber nicht immer zur vollen Zufriedenheit der Brandleiter. Der Grund lag nahe, da die Teilnahme an Übungen nur als lästige Pflicht empfunden wurde. Deshalb ging man in Bayern in den siebziger und achtziger Jahren dazu über, freiwillige Feuerwehren zu gründen.

Wie aus dem Munde einiger der ältesten noch lebenden Gemeindebürger zu erfahren war, wurde im Jahre 1885 die Freiwillige Feuerwehr Pfünz gegründet. Es gab damals im örtlichen Bereich nur eine Druckspritze mit Handbetrieb. Das Wasser hierfür wurde von Frauen in Leineneimern zugetragen, während die Männer das Pumpen und Spritzen und sonstige Tätigkeiten übernahmen. Im Jahre 1892 kam erst die so genannte Saugpumpe, ebenfalls mit Handbetrieb, hinzu. Aus der seinerzeitigen handschriftlichen Aufzeichnung vom Jahre 1889 des Dreisamtes Eichstätt kann man entnehmen, dass damals ein begutachteter Zuschuss von 100 Mark „zum Ankauf einer vierrädrigen Saug- und Drucklöschmaschine mit Normalgewinde“ genehmigt wurde. Dieses Gerät bedeutete für die Pfünzer Wehr eine wesentliche Erleichterung bei Übungen und Einsätzen, da das Löschwasser direkt aus dem Pfünzer Bach entnommen werden konnte. Die Saugpumpe aus dem Jahre 1892 wurde in letzter Zeit wieder instand gesetzt und konnte so bei einigen Umzügen der Feuerwehrfeste mitgeführt werden.

Während in der Zeit vor und nach dem ersten Weltkrieg weder Aufzeichnungen noch mündliche Überlieferungen über die Feuerwehr vorahnden sind, kann man einem Bericht vom 10. Mai 1930 des seinerzeitigen Bürgermeisters Nuber an das Bezirksamt Eichstätt entnehmen, dass die Einwohnerschaft von Pfünz bei der Übung anlässlich der Feuerschutzwoche fern blieb und kein Interesse zeigte.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Pfünz wurde im Jahre 1935 ein Fest abgehalten, bei dem die umliegenden Wehren von Inching, Buchenhüll, Landershofen, Pietenfeld und Hofstetten eingeladen waren. Es wurde auch ein Festzug mit Musikkapelle organisiert.

Ein Schriftstück aus dem Jahre 1940, unterzeichnet vom Bürgermeister Luibl, berichtet, dass für den Fahrdienst der Feuerwehrpumpe jährlich abwechselnd ein Bauer mit Pferdegespann verpflichtet wurde.

Gerade in den letzten Tagend des 2. Weltkrieges wurde die Ortschaft Pfünz von einigen Bränden heimgesucht. Die nicht zum Kriegsdienst einberufenen Männer mussten zusammen mit den Frauen die Brände dämmen.

Im Jahre 1945 wurde dann die Feuerwehr unter Leitung von Kommandanten Hans Kirschner wieder erneut aufgestellt. 1952 brannte die Scheune des Schmidtmeyer-Anwesens, die aufgrund des tatkräftigen Einsatzes aller zur Verfügung stehenden Feuerwehrmänner gelöscht und das angebaute Wohnhaus vor Brand bewahrt werden könnte.

Eine neue Motorspritze wurde 1965 und der dazugehörende Anhänger mit Zubehör 1970 angeschafft. Gleichzeitig konnte 1967/68 das neue Feuerwehrhaus bezogen werden, während der alte Feuerwehranbau abgerissen wurde.

Die Mannschaftsstärke im Jahre des 100-jährigen Feuerwehrfestes betrug 53 aktive Männer und Frauen und 52 Passive.

Am 20.05.1989 um 13:00 Uhr gingen in Pfünz die Sirenen, das landwirtschaftliche Anwesen der Familie Beyer stand in Brand. Erste Erkundungen ergaben, dass sich Menschen nicht in Gefahr befinden, jedoch noch ca. 400 Schweine in den Ställen sind. Der Brand hat sich bereits über den Stall auf den Heuboden und den Dachstuhl ausgebreitet. Die Tierrettung und ein Innenangriff war durch starke Rauchentwicklung nur noch bedingt möglich, jedoch war zum Glück das Wohngebäude nicht gefährdet. Zur Brandbekämpfung und Tierrettung wurde die FF Eichstätt mit mehreren Fahrzeugen und die FF Walting angefordert. Es entstand ein Sachschaden von ca. 500000 Mark.

Die FFW musste am 13.07.1992 zu einem Gebäudebrand, im Miethaus der Familie Zecherle, ausrücken. Als die Feuerwehrmänner und –Frauen der FFW Pfünz und Eichstätt ankamen stand der Dachstuhl in Brand. Das Feuer war rasch unter Kontrolle und Verletzt wurde zum Glück niemand. Als Brandursache wurde fahrlässige Brandstiftung angegeben.

Von 1984 -2006 War Hebert Neubauer 1.Vorstand der FFW Pfünz danach übernahm Christian Netter das Geschehen bis 2011.

1997 trat Albert Pfaller als 1 Kommandant der FFW Pfünz aus Gesundheitlichen Gründen zurück, als neuer Kommandant wurde Michael Neubauer Gewählt. Dieser ist 2001 nach Rieshofen gezogen und somit als Kommandant ausgeschieden neuer erster wurde Welser Karl-A. Nach Uneinstimmigkeiten trat Welser 2009 zurück, nach längerem hin und her ist Christian Netter gewählt worden.
  
Vom 13. – 16. Mai 2010 feiere man in Pfünz das 125-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Pfünz.
Nach einer 1,5 jahrelanger Planung begann man am Donnerstag mit einem Frühschoppen und dem traditionellen Bieranstich durch unseren Schirmherren Walter Bamberger. Nachmittags spielte „Spitzbua Markus“ und am Abend die Showgruppe „die bayrischen Hiatamadln“ auf.
Freitag feierte man ab 21 Uhr in der Rocknacht, mit der Spitzenband „Phoenix.
Am  Samstag begann der traditionelle Teil des Feuerwehrfestes, zuerst wrde der Patenverein Landershofen zur Totenehrung am Kriegerdenkmal abgeholt. Im Anschluss spielte die Stimmungsband „Original Steirerland Echo“ An diesem Abend wurden auch treue Mitglieder der FFW geehrt.
Gegen 8 Uhr wurde am nächsten Tag der Patenverein zum Festgottesdienst in das Festzelt begleitet.
Nach Frühschoppen und Mittagstisch wurde zum Festumzug aufgestellt. Um 13:30 begann der Festumzug durch Pfünz. Das Fest klang mit der Übergabe der Erinnerungsgeschenke und der Band „Typisch Bayern“ aus.
 
2011 ist Netter ein halbes Jahr nach dem Feuerwehrfest als Kommandant und Vorstand zurückgetreten.

Bei einer außerordentlichen Dienstversammlung im Juli 2011 wurde Welser Karl-A als Kommandant und Vorstand gewählt.

Seit 2009 gibt es auch einen 2.Vorstand dieser war Bartylla Florian der 2011 mit Netter zurückgetreten ist. Als sein Nachfolger ist Juri Schärmann gewählt worden.

2003 Wurde der Antrag bei der Gemeinde zum Bau eines neuen Feuerwehrhauses gestellt.

2011 konnte man mit der Planung beginnen.